Nuri Karademirli

Nuri Karademirli 01

Nuri Karademirli (1950 – 2013)
Gründer und Musikdirektor des Konservatoriums für türkische Musik Berlin (BTMK)
Virtuose am Instrument Oud (Kurzhalslaute)

Nuri Karademirli war einer der großen Brückenbauer zwischen den Kulturen. Musik war die Sprache dieses warmherzigen Künstlers, mit der er Menschen in anderen Kulturkreisen erreichte. In dem von ihm und seiner Ehefrau Halime im Jahr 1998 gegründeten Konservatorium für türkische Musik Berlin (BTMK) begegnen sich europäische und orientalisch-türkische Musiktradition. Von hier aus wird die türkische Musikkultur in die Konzertsäle und Bildungseinrichtungen Deutschlands hineingetragen. Hier gibt es die einzige türkische Instrumentenbauwerkstatt in Deutschland. Von den zahlreichen Schülern und Lehrern, die Nuri Karademirli in den vergangenen 15 Jahren ausgebildet hat, unterrichten einige im Konservatorium oder haben sich selber im internationalen Musikleben positioniert.

Nuri Karademirli, der als einer der besten Oudspieler der Türkei weltweit gefragt war, konnte die türkische Musik auf internationaler Ebene mit den unterschiedlichsten Musikrichtungen zusammen bringen. In Deutschland nutzte er jede Möglichkeit, mit europäischen Musikern und ihren Institutionen zusammen zu arbeiten. Gerne übernahm er einen Lehrauftrag an der Universität der Künste Berlin. Bei einem gemeinsamen Konzert des deutschen Symphonie-Orchesters Berlin und Chor und Ensemble des Konservatoriums für türkische Musik Berlin (BTMK) in der Philharmonie Berlin wurde die von ihm komponierte Suite „Alla Turca" uraufgeführt. Zahlreiche Konzerte mit deutschen Orchestern folgten.

Nuri Karademirli gelang es auch, international bekannte Koryphäen des türkischen Musiklebens wie z.B. Kudsi Erguner und Prof. Dr. Alâeddin Yavaşça in Deutschland bekannt zu machen. Sie werden wie die Schüler Nuri Karademirlis, wie die Musiker, mit denen er musikalisch verbunden war und wie das Team des Konservatoriums für türkische Musik Berlin (BTMK) sein Erbe in Deutschland und auf der internationalen Ebene weiter tragen.

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